Zagi - Totalrevision

Die Entstehung des Motors für den Zagi - Zagi Geschichte

Vorgeschichte Einleitung

Der Zagi flog nach der ersten Versteifung schon viel besser. Stand ich aber mal richtig aufs Gaspedal wollte nicht still bleiben und flatterte immer noch in der äusseren Flügelhälfte.

Diverse Recherchen ergaben, dass meine beiden Holme zwar mehr als stark genug wären, jedoch nur die Hälfte der Spannweite stützten. Die Versteifung muss sich bis in die Flügelspitzen hinaus strecken. Die Verwindung wird bei EPP Nurflügler (Nuri) mit Glasfaserverstärktem Tape (Strappingtape) mit einer sich kreuzenden Strategie versteift. Welche Technik angewandt wurde konnte ich durch das Tape nicht klar erkennen. So entschied ich mich diesmal die ganze Verpackung aufzureissen und den Flügel falls möglich neu aufbauen.

Durch suchen im Forum sties ich auf die Seiten von extremflug.de wo ich hängen blieb. Die Tipps hier schienem mir sehr plausibel und wurden durch viele Forenbeiträge gestützt. Hier orientierte ich mich für die Totalrevision, die mir für weitere Projekte auch als Übungsfeld dienen soll.

Bericht

Der Stand der Dinge

Ausgepackt aus all dem Tape und den "Strapsen" sieht man was wirklich daruner steckt.

Die Unterseite

Die Mitte war als ich das Modell erhielt noch nicht verleimt! Beim ersten Verstärkungsversuch habe ich den Spalt mit Epoxy gefüllt. Heute würde ich wohl einen PU basierten Kleber verwenden. Das neuste auf den Modellbau abgestimmte Produkt heisst Beli-Zell.

Akku- und Servo- Schächte und dahinter scheint das vordere Kohleprofil durch.

Die Winglets aus Doppelstegplatten.

Die alte RC- und Motor- Haube in der Ursprünglich ein ripmax 400 Bürstenmotor sein Werk verrichtete.

Ich habe einen selbergebauten CD-ROM Brushless Motor mit Fernwelle eingebaut.

Ein 2S SLS 5000mAh Lipo aus StefansLipoShop verrichtete seinen Dienst; beim segeln natürlich endlos lange.

Die Revision

Um das Flattern endlich in den Griff zu bekommen habe ich mich für einen Doppelholm entschieden, dieser soll vom vorderen Flachprofilholm entlang des grössten Querschnitts bis zu den Flügelspitzen reichen. Die beiden Kohlesangen habe ich jeweils in der mitte mit der 0.12mm dünnen Berkley FireLine Angelschnur gewickelt.
Diese Schnur verwende ich auch für Seilanlenkungen (Mini Smove), die Dehnung ist mässig und der dünne Faden ist sehr hoch belastbar.

Zwei Holme liegen sich auf der Ober- und Unterseite des Flügels genau gegenüber, nur so wird höchste Steifigkeit erreicht.

Bei Starkwind am Hang schiebe ich den Zagi an der Spitze haltend in den Wind. Auf einer Ebene ist dies nicht so der Hit. Die Idee mit einer Mittelrippe wollte ich nicht, da dann die Nase nicht mehr EPP weich wäre. Und die HLG Wurftechnik liegt mir noch nicht.
Als ich die Idee mit den Wurflöcher fand war es um mich geschehen

Ich habe die drei Wurflöcher mit einem Heissen Eisenstück einfach reingeschmolzen. Allerdings habe ich die Abstände der beiden vorderen Löcher etwas weit gewählt, so war das Halten zwar sicher aber unangenehm.

Die Wurflöcher erhalten eine dünne Sperrholzringe um ein aufreissen des Styropors zu verhindern.

Die Sperrholzringe habe ich über Nacht in warmen Wasser eingeweicht und dann auf einem dünnen Rohr vorgebogen.
den Schacht mit PU Kleber eingestrichen und die vorgespannten Sperrholzringe eingelassen.

Der Zagi soll eine ganz neue Ansteuerung erhalten und der Riesen Lipo muss einem kleinen 2S 460mAh weichen. Mein Ziel war den Zagi als Segler für mittleren bis starken Wind auszulegen. Der Motor soll optional montierabr sein, bei EPP-Versand habe ich die Idee die zur Motorbefestigung an Nurflügeln gefunden die ich ausprobieren will.
Damit ist auch kein grosser Akku mehr nötig.

Die grossen und unschönnen Schächte müssen gefüllt werden, dazu habe ich gewöhnliches Styroporund im Nasenbereich EPP Versand verwendet. Dies wieder mit PU eingeklebt.

Nach schneiden und Schmirgeln sieht es schon besser aus.
Ich habe aber mit diesen Materialien noch viel zu üben.

Nochmal in Drausicht.

Hier habe ich bereits die Hilfslinien für das Aufbringen der Strappin Tapes aufgemalt.

Nach vollendeter Anwendung der Strapping Strategie.

Zu spät habe ich mich um die Platzierung der neuen Servoschächte gekümmert und das Tape war mir nun im Weg. Zum Glück schmelzen Glasfasern nicht so leicht.

Die Anlenkung soll verdeckt sein damit sie beim Transport aber auch bei meinen berüchtigten Baumlandungen möglichst gut geschützt sind.

Das hier getrennte Tape ist nur die Kanenverstärkung also kein Festikeitsproblem sondern einfach 2cm kürzer.

Auch machten mir die alten 8x3mm Verstärkung Probleme, so dass ich die Servos auf die andere Flügelseite umplatzieren musste um dan den Profilen vorbeizukommen. die entstandenen Löcher wurden mal wieder mit Styroklötzchen zu gemacht.

Die Kabelkanäle habe ich unter den Strappingtapes mit einem heissen Draht durchbrennen müssen, weil dieses einfach zu früh drauf war :-(

Eigentlich wollte ich die "Aussparungen für RC" wie bei extramflug beschrieben ausfräsen.

Der Servoeinbau habe ich wieder mal abgeschaut, aber etwas modifiziert. Anstelle der Glasfasermatte habe ich einfach mit Microballoons erleichtetes 5 min. Epoxy als Gussmasse genommen die Servos in deine sehr dünne Haushaltsfolie eingepackt.

Übrigens sollte man Microbaloons nicht mit Spachtelpulver verwechseln, ich erhielt eine gummige fast nicht verarbeitbare Masse.

Die Anlenkungskanäle habe ich natürlich vorsorglich verstopft, damit diese nicht zu gegossen werden.

Die verdeckte Anlenkung wollte ich durch eine ebenso robuste wie auch leichte Rudertechnik ergänzen.

Auch für die Verlegung der Empfängerantenne (auf der Seite ganz unten) habe ich auf eine Idee von extremflug zurückgegriffen, Die Antenne habe ich durch einen Kupferlackdraht ersetzt und verlängert gleichzeitig kreuz und quer in allen 3 Dimensionen verlegt.

Bedingt durch eine nicht gerade Ruder und Flügelhinterkante habe ich mich nicht an den unter Rudertechnik beschriebene Weg "Anschlagen der Ruder" gehalten, sondern habe wie bis anhin das Ruder auf die ganze länge mit einem Strapping Tape befestigt.

Beim "bespannen" des Flügels habe ich das gelbe Tape bis zum Strapping Tape hinunter geführt. so erhalte ich den Drehpunkt genau an der unteren Flügelseite.
Durch den Stellenweise recht grossen "Luftspalt" entsteht ein kleines Ruderspiel.

Auch die Unterseite wird mit Tape bespannt.

Wichtig beim Bespannen mit dem Tape ist das Tape einersceits straf aufzubringen ohne jedoch den Flügel auf irgendeine Art zu verwinden oder zu biegen.

Die Schwanzlastigkeit bleibt, weshalb ich mich entschloss an der Nasenleiste ein zusätzliches graues Tape anzubringen. Bei Baumlandungen wie ich sie gerne mache kann man da nicht genug Knautschzone einplanen, ausserdem gefällt mir die silberne Nase.

Der Stolz ein Schweizer zu sein muss man im Ausland besonders zum Ausdruck bringen.

Noch immer musste mehr Gewicht in die Nase, nach dem alten Schwerpunkt werden noch ca. 14g benötigt.

Vom ganzen RC ist nur noch der 2S Lipo zu sehen den ich auch noch für meine Shockys verwende. Alles andere ist "Undercover" und nach den Weisheiten von "RC- Komponenten für Combat- EPPs" verbaut.

Ein UBEC sorgt für die benötigte Spannung. 2 Servos mit 4.7kg Stellkraft und einem Metallgetriebe sollten die Ruder auch unter härtesten Bedingungn locker bewegen.

Nach den ersten Wurfversuchen fiel mir auf, dass das Ruder regelmässig im Gras einhackte, deshalb habe ich die Äusseren Enden im 45° Winkel nach innen gestutzt. Nun bleiben diese auch bei Landungen mit Überschlägen um die Hochachse von unsanften Berührungen verschont.

Einen Tipp meines Kollegen gemäss habe ich die Propeller Aussparung bis zur Flügelhinterkante mit einem "profiltreuen" Styrostück verschlossen. Nach dem Beitrag "Gleitflugleistung beim Nuri erhöhen" im Forum hätte ich bis zum Ruderende verlängern können ... beim der nächsten Reperatur und in den folgenden Modellen werde ich diese Idee verwirklichen.

Der Keil ist nur mit einem Transparenten Tape befestigt und kann für einen demontierbaren Motor einfach entfernt werden.

Der Zagi wiegt nun alles in allem nur noch 470g gegenüber der Vorversoion die ohne Lipo und Motor 550g wog, dies trotz zusätzlichenm Doppelholm und der Verwendung der beiden je 21g schweren Servos.

Seit der Revision habe ich 2 Flüge bei Windstärke 4 nach der Beaufortskala durchgeführt. Damit der Zagi besser gegen den Wind ankommt und die Steuerbarkeit beherrschbarer wird habe ich den Schwerpunkt noch etwas nach vorne verlegt und um rund 200g aufbalastiert. Mit seinen nun knapp 700g fleigt er einiges besser als zuvor wo er erst mit rund 1kg dem Wind einigermassen zu trotzen vermochte und babei nur schwer in der Höhe blieb, was auf der Suomenlinna Seefestung keine Rrolle spielte da Aufwind ohne Grenzen zur Verfügung standen. Jedoch den Spass ordentlich einschränkte.

Fazit

Beim bei dieser Totalrevision habe ich viele wertvolle Erfahrungen gemacht die ich bei den künftigen Modellen dieser Art wieder verwenden kann. Das Modell macht nun Spass, weil es nun geht .... und tschüsssssss
Damit hat sich sich die Forensuche und der Arbeitsaufwand in jedem Fall bezahlt gemacht.

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