Es war ein mal vor langer Zeit ...

ein Knabe den alles technische faszinierte,

doch fliegen ist schöner !

Bei einer Ausgrabungsaktion in Estrich und Keller kamen die Beweise einer früh beginnenden Kariere als Modellbauer zum Vorschein.

In einem kleinen hübeschen Land,
gleich einer Insel im Ozean,

das sich seit über 700 Jahre verteidigend
gegen die Wogen der übermächtigen Nachbarn,

zu einer Zeit wo X-Twin noch nicht existierte
und der T-Rex längst ausgestorben war.

Und man sich geduldig Jahr für Jahr
bittend ans Christchind wenden musste

wenn die Bescherung trotz innigstem Flehen ausblieb
im Angesicht des Schweisses
seine Kräfte wochenlang dem Bauern
in knochenharter Arbeit opfern musste

um einen frei fliegenden Balsa Gleiter
sein eigen nennen zu können.

In dieser Zeit erblickte ein Knabe im lockigen Haar die Welt der Modellbauer und Flieger ...

Ob Bahn,
ob Auto, ...
Hauptsache selber bauen ...

und immer wieder was neues ...
Wie viel der Kran wohl aushält?

Nein ich fliege nicht mit, obwohl ich das natürlich am liebsten getan hätte.

Meine Eltern versuchten mich immer wieder zur Vernunft zu bringen, sie sagten:
"Junge bleib am Boden!"

Die nächten versuche abzuheben liessen meist nicht lange auf sich warten.
Kritischer Blick:
-Wind stimmt
- Weg da vorne! Aus der Fluglinie ...

Volle Konzentration und tschüüüüüüüüs

Mein kleiner Bruder will natürlich weiter fliegen als ich.
Wo Technik nicht mehr hilft
kommt Geschwindigkeit zum zuge: Hotliner am Start!

Des Nachbarns Junge versuchts zuerst mal mit Technik.
Abgucken und Nachmachen - he! he!

Wenn funktioniert - Warum nicht?
Es heisst doch immer, wir sollen von einander lernen.

Doch auch das blaue Element will erobert werden ...

Nur fliegen ist schöner? NEIN! SELBER fliegen ist schöner.

(Top Secret: Während einem meiner streng geheimen Trainingsrundflüge durchs Kinderzimmer.)

Technik & Power versprach Spass.
Nach 2 langen Schulferien beim nahen Bauer:
- Apfel auflesen und
- Holz einbringen und
- den üblichen Aktivitäten wie Stall misten, Tire füttern, ...

Endlich nannte meine erste Graupner Fehrnsteuerung und einen 5ccm Motor mein Eigen!
Der Taxi wurden mir von einem "alten" Modellflug Club Kollegen geschenkt:
Natürlich alt und reperaturbedürftig...
Aber es ersparte mir weitere 2 Wochen Rückenschmerzen und Muskelkater ...

Für den Flugzeug Transport war jeweils ein Fahrer nötig...
So blieb mir nicht anderes übrig als zu warten ...
Sitzen die Flügel richtig?
Nichts verzogen?
Der Fahrer, heute Papa, lässt auf sich warten ...

Einen Helfer kann man immer brauchen, wenn es "nur" der kleine Bruder ist.
Wenn es nichts anderes zum Spielen in der Nähe hat wir selbst ein Modellflieger interessant.

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Nach Reperaturen; Anpassungen, Modifikationen geht der Taxi nach einem kräftigen Schubser in den nächsten Test- und Gleitflug über.
Das Steuer über nahm jeweils ein erfahrener Flieger Kollege.

In Zug, am Fusse der Alpen, sind Segler Grundausstattung eines Modellfliegers.
Einer meiner zahlreichen Maschinen. Die Namen habe ich alle vergessen,
es waren alles ausgediente Modelle der Grossen Piloten vom Club...
So hatte ich immer etwas zu bauen.

Letzter Check und dann raus in der Hoffnung der Hangwind trägt, meine meist nicht mehr so leichten Oldtimer ...

Meine erste Erfahrung im Elektroflug gehen auch in diese längst vergangenen Zeit. Es war mein einzig neugekauftes Modell: ein Elektrosegeler von Iba mit Querruder.

Von da an war das Hang rauf und runter rennen weit gehend vorbei. Nein, nicht wegen des Elektromotors, dieser macht mich zwar viel unabhängiger von Wind und Fluggelände, seine Flugeigenschften waren einfach gut und er stieg selbst, wenn viele meiner Kollegen Mühe bekundeten beim Hangsart weg zu steigen.

... und wenn er nicht gestorben ist fliegt er heute noch.